Das ‚Kleinbruch‘ gehörte ursprünglich zum ‚Schiefbahner Unterbruch‘ und erstreckte sich vom Schloß Neersen ausgehend, nördlich der alten Niers, bis zum ‚Bökel‘.
Neersen
Warum tragen die Straßen ihre Namen und wo liegen die Straßen? Dieses Verzeichnis gibt Antworten darauf. Es sind über 540 Dokumente hinterlegt, die nach und nach ergänzt werden; neue Erkenntnisse werden eingepflegt.
Die vorliegenden Informationen über die Straßennamen stammen aus dem Bestand des Archivs der Stadt Willich, des Archivs der Heimat- und Geschichtsfreunde Willich e.V., dem privaten Bestand von Peter Wynands sowie weiterer Quellen wie OpenStreetMap, Wikipedia, usw.
Wir bedanken uns ausdrücklich beim Archivar der Stadt Willich, Herrn Udo Holzenthal und seinem Team, das uns bei der Suche nach Informationen tatkräftig unterstützt hat, sowie bei Peter Wynands, der seine privaten Aufzeichnungen zur Verfügung stellte.
Wir freuen uns über das Interesse an dieser historischen Zusammenstellung genauso wie über Anregungen, weitergehende Informationen, oder Fragen, die Sie haben. Melden Sie sich unter info@Heimatverein-Willich.de
Kleinfings
Kleinfings ist eine alte Flurbezeichnung und heute ein befahrbarer Hof- und Wirtschaftsweg in der „Hohnschaft Clörath“.
Kokenheide
Die Bezeichnung Heide weist auf ein höher gelegenes, sandiges Gebiet mit vorwiegender Heidevegetation hin.
Kuhweg
Der Kuhweg ist ein alter Fußweg, der früher an Wiesen und Weiden entlang führte.
Levenweg
Um 1500 lag am damaligen ‚Poosweg‘ ein Hof, der einem Dietrich Leuwen gehörte.
Malteserstraße
Vor der kommunalen Neugliederung hieß diese 1938 ausgebaute Straße ‚Marienstraße‘.
Meisenweg
Alle Straßen im neuen Bebauungsgebiet „Auf dem Wall“ sollten nach Vogelnamen benannt werden.
Minoritenplatz
Der alte Neersener Marktplatz wurde nach den „Minoriten“, einem nach der Regel des Heiligen Franziskus lebenden Männerordens, benannt, die hier im Jahre 1658 eine Ordensniederlassung gründeten und bis zur Aufhebung der Klöster in der Franzosenzeit wirkten.
Mühlenbenden
Am früheren Flussbett der Niers stand die „Gibbermühle“, eine Wassermühle im Bereich des Weilers ‚Am Bökel/Hagwinkel‘. Dabei steht die historische Bezeichnung „Benden“ für eine Feuchtwiese.
Mühlenbruch
Stammt aus der alten Furbezeichnung „Mühlenbroich“.
Nell-Breuning-Straße
Oswald von Nell-Breuning (* 8. März 1890 in Trier; † 21. August 1991 in Frankfurt am Main) war ein deutscher römisch-katholischer Theologe, Jesuit, Nationalökonom und Sozialphilosoph, der als „Nestor der katholischen Soziallehre“ galt.
Neustraße
Die Neustraße, eine der ältesten Straßen in Neersen, ist schon auf einer Karte von 1660 verzeichnet. Da sie parallel zur Hauptstraße des Ortes verläuft, ist davon auszugehen, dass sie die erste neue Straße des Ortes war. Etwa 1810 war die Bebauung der Neustraße abgeschlossen. Der Gemeinderat von...
Niersbruch
Der Name Niersbruch leitet sich von der nahegelegenen Niers und der früher vorherrschenden Moor-und Sumpflandschaft ab.
Niersplank
Mit „Plank“ oder „Steg“ bezeichnete man früher Stellen, an denen eine Durchfahrt oder ein Übergang über ein Gewässer bestand, vor allem für Fußgänger. Brücken gab es dagegen selten. In ruhigen Zeiten wurden die Landwehren oft an Feld- oder Nebenwegen durchbrochen und die Gräben oder Bäche mit besagten Planken überbrückt.
Niersweg
Der Niersweg führte früher direkt an der Niers entlang, deren Bett erst in den 1930er Jahren weiter nach Süden verlagert wurde.
Pappelallee
In um 1600 entstandenen Karten wird das Gebiet im Bereich der Pappelallee „Kleine und Große Vrede“ genannt.
Ramshof
Die Straße Ramshof liegt im Bebauungsgebiet „Am Bruch“. Die Straße ist nach dem gleichnamigen Hof benannt, der heute als Landgut Hotel und Restaurant betrieben wird.
Röskesheide
Heide ist ein Landschafts- und Vegetationstyp, ursprünglich ein vom Menschen unbebautes Land. Später auch eine unfruchtbare, nicht urbar zu machende Landschaft.
Rothweg
Die Bezeichnung Rothweg ist wohl auf die alte, schon 1669 in einer „Description des Erzstiftes“ genannte Flurbezeichnung „Rod“ zurückzuführen. Dabei leitet sich „‚Rod“ von „roden“ ab.
Schaadweg
Am 30. August 1972 beschloss der Liegenschaftsausschuss, den Verbindungsweg zwischen dem neuen Teilstück der Viersener Straße und der K 17/Clörath in Richtung Viersen den Namen Schaadweg zu geben.
Schloßweg
Der Schloßweg ist nach dem gegenüberliegenden Schloß Neersen benannt.
Schmiedeweg
Der Schmiedeweg ist nach der alten Schmiede benannt, die sich an der Ecke zur Viersener Straße befand und bis zum Neubau noch jahrelang als Feuerwehrhaus genutzt wurde.
Schwalbenstraße
Die Schwalbenstraße liegt im Neubaugebiet „Auf dem Wall“ und wurde nach ihrem Bau 1968 mit ‚Wallstraße‘ bezeichnet.
Sonnenscheinsbenden
Benden ist die historische Flurbezeichnung für eine Feuchtwiese, die durch menschliche Nutzung infolge der landwirtschaftlichen Produktion von Streu und Futter für die Nutzviehhaltung entstanden sind.
Starenweg
Der Starenweg im Neubaugebiet ‚Auf dem Wall‘ verbindet im Neersener Vogelviertel ‚Schwalbenstraße‘, ‚Finkenweg‘ und ‚Meisenweg‘.
Steene Dyk
Der Mutschenweg verläuft von der ‚Virmondstraße‘ in südwestliche Richtung bis zum ‚Grenzweg‘ und damit ins „Neersener Bruch“.
Stockum
Diese Bezeichnung bezieht sich auf das noch heute dort noch stehende „Haus Stockum“.
Venloer Straße
Die Straße wurde bereits 1823 ausgebaut. Nach dem Zweiten Weltkrieg war die Straße dem gesteigerten Verkehrsaufkommen nicht mehr gewachsen und musste folglich nochmals ausgebaut werden.
Vennheide
‚Venn‘ deutet auf eine moorige Landschaft mit stehenden Gewässern hin. Die Gewässer waren jeden Sommer mit Pflanzen bedeckt und verlandeten zunehmend.
Verresstraße
Der 1833 in Düsseldorf geborene Franz Verres war in der Zeit von 1865 bis 1899 Hauptlehrer an der Neersener Volksschule. Bekannt wurde er außerdem als Herausgeber des Buches „Geschichte der Herrlichkeit Neersen und Anrath“, der ersten umfassenden geschichtlichen Abhandlung über diese beiden Gemeinden.
Vinhovenplatz
Am 16.5.1945, unmittelbar nach Ende des Zweiten Weltkrieges, stellte Pfarrer Baaken, Seelsorger der katholischen Kirchengemeinde St. Maria Empfängnis, an den Schiefbahner Bürgermeister (der Bereich Klein-Jerusalem gehörte damals zu Schiefbahn) den Antrag,
Virmondstraße
Die vom Schloss bis zum Hagwinkel führende Straße wurde nach dem adeligen Geschlecht derer von Virmond benannt, die von 1499 bis 1744 auf Schloss Neersen saßen.
Von-Ketteler-Straße
Wilhelm-Emmanuel Freiherr von Ketteler wurde am 25.12.1812 in Münster (Westf.) geboren.
Weidenweg
Im November 1961 beschloss der Gemeinderat von Neersen die Bebauung des Geländes zwischen Mutschenweg und dem damaligen Sportplatz.
Am Schlosspark
Am 23. Mai 1984 benannte der Liegenschaftsausschuss auf Vorschlag der Verwaltung der Stadt Willich den Wohnweg im neuen Bebauungsgebiet, auf dem Gelände der ehemaligen Firma Kress, südlich des ‚Rothweges‘ mit „Am Schlosspark”.
Zunächst war die Bezeichnung ‚Schloßbenden‘ vorgeschlagen worden, die sich aus alten Katasterbezeichnungen herleitet und im Volksmund den Bereich östlich vom Schlosspark und südlich der Gärten des ‚Rothwegs‘ bezeichnet.
1984 „Am Schlosspark“
Am Roth
Der Straßenname leitet sich aus den Ursprüngen Neersens ab und erinnert an die dorfähnliche Siedlung, die einst auf einer Rodung lag.
Am Römerfeld
Die Bezeichnung „Römerfeld“ erinnert an die zahlreichen in dieser Gegend aufgelesenen Funde aus der Römerzeit.
Am Neersener Bahnhof
Vor dem Bahnhof verlief die Straße ‚Bahnhof‘, die nur wenige Anwohner hatte.
Am Malbauer
Im Jahre 1978 verstarb der letzte männliche Nachkomme aus dem Geschlecht der Malbauern. Damit ist auf dem „Vennhof“ in ‚Vennheide‘ der Familienname Grefertz, der durch die Malbauern weit über die heimatlichen Grenzen hinaus bekannt wurde, erloschen.
Am Huevel
Bereits 1669 nennt die „Description des Erzstiftes“ in Neersen die Flurbezeichnung Hövel oder Högde, wobei diese Begriffe laut Dittmayer so viel wie Hügel oder Hügelkuppe bedeuten. In Neersen war der „Huevel“ schon immer als ein sandiger, leicht erhöhter Bereich bekannt. Im November 1961 beschloss...
Am Bruch
Die Straße Am Bruch ist erstmals 1951 schriftlich belegt. Die Bezeichnung Am Bruch ist auf eine alte Flurbezeichnung zurückzuführen.
Albert-Schweitzer-Str.
Geboren am 14.1.1875 im Elsaß, studierte Albert Schweitzer evangelische Theologie, Musik, Philosophie und Medizin. 1913 gründete er in Lambaréné (Gabun/Zentralafrika) ein kleines Tropenkrankenhaus und wirkte dort, mit Unterbrechungen, bis zu seinem Tod am 4.September 1965 als Missionsarzt wirkte....
Adrian-Wilhelm-Weg
Der Weg wurde nach dem auf Schloss Neersen residierenden Freiherrn Adrian Wilhelm von Virmond benannt,
Straterhofweg
Der Stratehofweg verbindet die alte Poststraße mit der Alten Landstraße.
Buchenweg (Schiefbahn)
1963 beschloss der Gemeinderat, auf Vorschlag einer Sonderkommission, daß im Neubaugebiet Knickelsdorf die große Verbindungsstrasse die Namen von Bäumen, die kleinen Straßen die Namen von Blumen erhalten sollte.
