Die Kickenstraße ist eine der ältesten Neersener Straßen und schon auf alten Karten verzeichnet. Die Herkunft des Straßennamens ist unklar. Nach Dittmaier kann sich das Wort „kicken“ auf Örtlichkeiten am Wald- oder Feldrand beziehen. Diese Deutung ist durchaus möglich, da die Kickenstraße den nördlichen Abschluss der alten Siedlung bildete und wahrscheinlich an ein Wäldchen oder ein Feld grenzte. Im Plattdeutsch steht das Wort ‚kick’ für `kucken‘ (schauen), die Bezeichnung könnte sich auch davon herleiten.
Die Kickenstraße hieß im Dritten Reich ‚Horst-Wessel-Straße‘. Im Juni 1967 beschloss der Gemeinderat die Kanalisierung der Kickenstraße. Im Herbst 1978 wurden zwei in die Straße hineinragende Häuser aus dem 19. Jahrhundert (ursprünglich eine Schmiede) abgerissen, um die Kickenstraße in ihrer ganzen Länge verbreitern zu können. Früher endete die Straße an der Abzweigung der Straße ins ‚Frehn(bruch)‘ nach Schiefbahn/Niederheide. 1954 wurde der ‚Niederheiderweg‘ der Kickenstraße angehängt.
Die Kickenstraße führt von der ‚Hauptstraße‘ in südwestliche Richtung bis zur ‚Autobahnüberbrückung‘ und wird dann in Verlängerung zur ‚Alten Landstraße’, die nach Schiefbahn-Niederheide führt. Kickenstraße (-1933), Horst-Wessel-Straße (-1945), Kickenstraße
Ne/IV/1454, 1453, 935 + Ne/IX/1195 (Hoerenhof)
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