Karl Kox wurde am 18.12.1925 in Viersen geboren. Am 24.3.1962 wurde er als Nachfolger von Joseph Herlitz Rektor der damaligen katholischen Volksschule Neersen, die nach der Schulreform zur Hauptschule „Virmondschule” wurde. Dieses Amt versah Kox bis zu seiner Pensionierung 1985. Karl Kox erhielt bereits in der Kindheit Geigen- und Klavierunterricht. Seit 1947 nahm er an musikpädagogischen Lehrgängen der Nordwestdeutschen Musikakademie in Detmold teil. 1953 führte er ein Sonderstudium an der Akademie durch.
Als Mitglied des Führungskreises der „Werksgemeinschaft Lied und Musik” in Düsseldorf war er als Dozent für Chorleitung und Musikmethodik tätig, ferner war er Mitglied im Jugendmusikausschuss im DSB von Nordrhein-Westfalen. Seit der Gründung des Viersener Kinder- und Jugendchors 1949 war er dessen Leiter. Mit diesem Chor, der seit 1972 „Chor 49“ heißt, bespielte er über 12 Schallplatten. Viele Jahre leitete er den Jugendchor Neersen, der Anfang 1971 zum „Willicher Kinder- und Jugendchor” wurde (Träger Stadt Willich ). Gemeinsam mit der ebenfalls von ihm gegründeten Bläsergruppe Neersen entstand 1970 eine erste Langspielplatte mit Martinsliedern. Ebenfalls seit 1970 war er Chorleiter des Quartettvereins „Liederkranz” und des „Willicher Singkreises“, der sich heute „Imtakt Willicher Singkreis“ nennt.
Für seine vielschichtigen Verdienste erhielt Karl Kox 1988 das Bundesverdienstkreuz am Bande. 1990 verlieh ihm der Verband Deutscher Berufschorleiter den Titel Musikdirektor FDB. Seit diesem Jahr war er auch Kreischorleiter des ‚Grenzlandsängerkreises‘. 1995 leitete er noch vier Chöre im ‚Sängerbund NRW‘. Am 21.04.1996 wurde Karl Kox im Rahmen eines Festaktes im Neersener Schloß als aktiver Musiker verabschiedet.
Karl Kox starb am 24.04.2014. Am 14.02.2019 beschloss der Haupt- und Finanzausschuss der Stadt Willich, eine Straße im Neersener Wohngebiet „Am Bruch“ nach Karl Kox zu benennen. Die Karl-Kox-Straße verläuft von der ‚Nell-Breuning-Straße‘ in südliche Richtung bis zur ‚Bengdbruchstraße‘. Eine westliche gelegene Stichstraße, die von der ‚Nell-Breuning-Straße‘ in nördliche Richtung verläuft und als Sackgasse endet, wird ebenfalls mit Karl-Kox-Straße benannt. Von der Karl-Kox-Straße selbst geht noch eine Sackgasse in westliche Richtung ab.
Karl-Kox-Straße (2019)
Ne/I/1848, P 25
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