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Ha He Ho

Ein „Hag“ ist ein meist von einer Hecke eingehegtes bzw. eingefriedetes Gelände. Auch die Hecken für die Einhegung selbst wurden so bezeichnet. Der Wortbestandteil -ha(a)g(en) weist als verbreiteter Flur- oder Ortsname auf dieses Siedlungselement im Mittelalter und der frühen Neuzeit hin. Im ausgehenden Mittelalter wurde rund um ein Gehöft etwa ein niedriger Erdwall mit Pfählen angelegt, oft durch Weidengeflecht oder Haselgeflecht verbunden, um den Besitz vor Eindringlingen zu schützen und das Fortlaufen des Viehs zu verhindern

Der Name Hagwinkel könnte sich auch auf die alte Neersener Landwehr beziehen. 1655 wird im Rahmen einer Grenzbegehung der „Hagwinkel“ als eine alte Honschaft bezeichnet und dem Liedbergischen Unterbruch, dem späteren Dingstuhl Schiefbahn, zugerechnet. In einer Originalzeichnung von Kurköln und Jülich aus dem Jahr 1660 ist das „Haawinckler Broich“ als Lehen an die Vogtei Neersen verliehen. 1893 kam die Honschaft Hagwinkel, im Rahmen eines Gebietsaustausches mit der Gemeinde Schiefbahn, zu Neersen. Die Straße Hagwinkel führt vom ‚Bökel‘ in südöstlicher Richtung, parallel zur ‚Venloer Straße‘, bis zum ‚Levenweg‘. Hagwinkel (1655)

Ne/IX/331 (Gibbermühle)