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Der Gemeinderat benannte die neue Planstraße, welche die ‚Malteserstraße‘ mit der ‚Kirchhofstraße‘ verbindet, am 28.10.1965 auf Vorschlag der Neersener SPD nach Friedrich Ebert. Benannt wurde sie nach dem ersten deutschen Reichspräsidenten der Weimarer Republik. Der am 4.2.1871 in Heidelberg geborene Ebert schloss sich 1899 in Mannheim der Sozialdemokratie an und wurde 1913 auf dem Jenaer Parteitag als Nachfolger August Bebels zum Vorsitzenden der SPD gewählt. Am 9.11.1918 übergab ihm Prinz Max von Baden während der Novemberrevolution das Amt des Reichskanzlers. Am 11.2.1919 wählte ihn die Weimarer Nationalversammlung zum vorläufigen Reichspräsidenten, ein Amt, in dem er bis 1925 bestätigt wurde. Eberts Bedeutung als Reichspräsident liegt in seinem Beitrag zu einer relativen Stabilisierung der parlamentarischen Demokratie in den krisengeschüttelten Anfangsjahren der Republik. Eine verschleppte Blinddarmentzündung führte am 28.2.1925 in Berlin zu seinem Tod. Bestattet wurde er in seiner Geburtsstadt Heidelberg. Am 10.03.1971 beschlossen 33 Anwohner der ‚Neustraße’, des ‚Brockelswegs‘, der ‚Friedrich-Ebert-Straße‘ und der ‚Kirchhofstraße‘, eine Straßengemeinschaft zu gründen, die den Namen „Am Tömp” erhielt. Die Friedrich-Ebert-Straße verläuft von der ‚Kirchhofstraße‘ in südwestliche Richtung bis zur ‚Malteserstraße‘.

Friedrich-Ebert-Straße (ab 1971)