Landwehren waren die germanische Form der Grenzbefestigung. Sie bestanden aus Wall, Graben und „Gebück“, einer Hecke mit ineinander geflochtenen Zweigen der Hainbuche. Sie wurden zum Schutz der Landesgrenzen und einzelner Wohnplätze noch bis in die frühe Neuzeit hinein angelegt. Durchgänge waren mit verschließbaren Schlagbäumen, Gattern oder Toren versehen. Die räumliche Nähe zum „Wallgraben” belegt diese Deutung.
Auch andere Straßennamen wie „Steene Dyk“ oder „Auf dem Wall“ erinnern an die alte Neersener Landwehr.1940 wurde die Straße vom Niersverband angelegt (Fortgeschriebenes Wegelagerbuch Neersen). Am 26.11.1954 benannte der Gemeinderat die Straße von der Gladbacher Straße zur Kläranlage ‚Landwehr‘. Die Straße An der Landwehr verläuft von der Hauptstraße (B 57) in südwestliche Richtung bis zur Niers. Ab dort wird sie im Mönchengladbacher Stadtgebiet zur Niersdonker Straße.
1954 „Landwehr“ ,
„An der Landwehr“ Ne/IV/1203
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