Am früheren Flussbett der Niers stand die Gibbermühle, eine Wassermühle im Bereich des Weilers Am Bökel/Hagwinkel. Dabei steht die historische Bezeichnung „Benden“ für eine Feuchtwiese.
Eine urkundliche Erwähnung der Gibbermühle ist aus dem Jahre 1386 bekannt. Die Mühle gehörte dem Vogt von Neersen. Ab 1502 waren die Herren von Virmond die Eigentümer.
Die Mühle führte auch die Namen ‚Gibbelmühle‘ oder ‚Giebertmühle‘. Die Mühle war in ihrem Umfeld von großer Bedeutung. Im 17./18. Jahrhundert waren ständig drei Karren unterwegs, um mit kurfürstlicher Erlaubnis in Willich, Anrath und Vorst das Mahlgut abzuholen.
1805 kaufte Johann Theodor Beckers die säkularisierte Gibbermühle. Die Mühle wurde bis 1928 als Kornmühle betrieben. Dann brannte sie vollständig nieder und wurde nicht wieder aufgebaut.
Der Wirtschaftsweg verläuft von der Straße Hagwinkel in südöstliche Richtung, nördlich der Hofflöth, bis zum Levenweg. Der Weg kreuzt dabei den Mühlenbruch.
