
Kreuzstraße / Siechenkreuz ©Heimatverein Willich
(Ortsteil Willich) Der Name Kruse Boom ist aus dem Willicher Dialekt abgeleitet für Krauser Baum. Schon vor langer Zeit stand an der Kreuzstraße / Ecke Heiligenweg neben dem Siechenkreuz ein alter Baum, eine Linde. Er musste zwar vor Jahren gefällt werden, wurde aber durch einen neuen Baum ersetzt.
Das Kreuz wurde 1731 von den Eheleuten Notar Ackers und Sibilla Borger errichtet und erinnert an ein Siechenhaus, das gegenüber stand und in dem seit 1668 Aussätzige und Pestkranke bis ins 18.Jahrhundert isoliert und behandelt wurden.
Die Straße Kruse Boom ist eine Verbindungsstraße in Nord-Südrichtung zwischen Heiligenweg und Südstraße; es führen zwei Fuß- und Radwege zur Kreuzstraße. Die ersten Häuser wurden ab 1969 gebaut. Die Straße war im ersten Teilstück bis 1979 eine Sackgasse mit Wendehammer, weil sich dahinter noch die Sand- und Lehmgrube von Familie Hover und der Ziegelei befand. 1980 wurde die Straße nach Norden fortgesetzt bis zur Südstraße.
Am 26.3.1969 benannte der Gemeinderat Willich die Straßen im Bereich des ‚Bebauungsplans Nr.14 Heiligenweg‘. Die nördlich des Heiligenwegs im Plangebiet vorgesehenen Stichwege (Sackgassen) erhielten dabei den Namen Kruse Boom.
Am 29.8.1979 wurde auch die vom Kruse Boom in nördliche Richtung führende Planstraße Kruse Boom benannt.
1969 Kruse Boom

