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Die Kempener Straße (L26) verläuft von der Krefelder Straße durch das Gewerbegebiet Münchheide in Richtung Anrath, überquert die Schottelstraße und führt dann als L 379 weiter nach Tönisvorst.

Neben dem Gewerbegebiet, an der Anschlußstelle zur BAB 44 liegen u. a. der Wertstoffhof und das Haus Bönninghausen.

Haus Bönninghausen:
1902 beschloss der auf dem Dommershof im Gebiet der Beckershöfe wohnende Hermann von Böninghausen, sich in der Willicher Münchheide ein neues Domizil zu bauen. Der Gladbacher Architekt Wiegand baute in seinem Auftrag ein dreigeschossiges Haus mit Mansarddach im Sinne des Zeitgeistes. 1903 zog Landrat Rudolf von Bönninghausen in das Haus und verlebte hier seinen Ruhestand. 1938 erbte Albert von Bönninghausen das Anwesen. Nach 1950 beschloss der Besitzer, nachdem die Gebäude während des letzten Krieges unter Granatbeschuss gelitten hatten, einen Umbau, wobei das Mansardengeschoss weggenommen wurde.

Am 21.4.2005 beschloss der Ausschuss für Abgaben, Gebühren und Satzungen, im Haus Bönninghausen ein Krematorium samt Räumlichkeiten für Trauerfeiern einzurichten. Das niederländische Ehepaar Cox hatte einen entsprechenden Antrag gestellt. Der Ausschuss setzte sich damit über die Bedenken sowohl der Willicher Bestattungsunternehmer als auch der Gastronomen hinweg, die in dem Krematorium eine Konkurrenz sahen. Der Stadtrat schloss sich am 28.4.2005 dem Votum des Ausschusses an. Im Mai 2009 wurde das neue Krematorium eröffnet.