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Käthe Franke (* 30. März 1923 in Krefeld; † 4. Juli 2012 in Schiefbahn) war von 1972 bis 1994 Bürgermeisterin in Willich.
Im Jahr 1973 trat Käthe Franke der CDU bei. Im Jahr 1975 wurde sie Kreisvorsitzende der CDU-Frauenvereinigung, Mitglied im Willicher Stadtrat und dort Vorsitzende des Kulturausschusses. Von 1978 bis zu ihrer Wahl zur Bürgermeisterin war sie Vorsitzende des CDU-Stadtverbandes Willich. Ihr Engagement galt vor allem sozial benachteiligten Menschen und der Kultur. Im Jahr 1995 legte sie auf Grund einer langwierigen Krankheit alle Ehrenämter nieder.
1993 wurde sie vom Rat ihrer Heimatstadt Willich zur Ehrenbürgermeisterin und Ehrenbürgerin ernannt. Für ihre Verdienste um die deutsch-britische Freundschaft wurde Käthe Franke von Königin Elisabeth II. als ‚Honorary Member of the Order of the British Empire‚ ausgezeichnet. Auf Vorschlag der japanischen Gemeinde in Willich wurde sie 1995 von Generalkonsul Inagawa mit dem ‚Orden des Heiligen Schatzes‚ (dritter Klasse) ausgezeichnet. 2001 erhielt sie das Bundesverdienstkreuz am Bande. Von Willichs französischer Partnerstadt wurde ihr im Jahr 2001 die Große Verdienstmedaille der Stadt Linselles verliehen.

Am 9. Juni 2012 einigte sich der Stadtrat darauf, eine Straße im Baugebiet Reinershof nach Käthe Frank zu benennen. Viele Jahre wurde in der Willicher Politik darüber diskutiert, wie die Stadt ihre Ehrenbürgermeisterin durch eine Straßenbenennung ehren könnte. Immer wieder wurde dabei eine Umbenennung des Kaiserplatzes ins Spiel gebracht. Diese Vorschlag fand aber mehrfach keine Mehrheit im Stadtrat. Eine weitere, nicht umgesetzte Variante war eine Benennung im Neubaubereich Katharinenhöfe.
Ursprünglich sollte die nach Käthe Franke benannte Straße an den Willicher Pfarrer Paul Siepen erinnern. Ersatzweise soll nun eine Straße im Baugebiet Breitestraße an Siepen erinnern.

2011 Pfarrer-Paul-Siepen-Str.
2012 Käthe-Franke-Str.

 

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