Der Heiligenweg begann ursprünglich an der Moltkestraße und führte bis zur Kreuzstraße am Kruse Boom. Durch die Bebauung des Wohngebiets Wekeln (Planetenviertel) und die Anlage des Freizeitzentrums wurde die Straße unterbrochen. Es blieb nur noch das Stück am Friedhof, das 2015 umbenannt wurde in Friedhofweg.
In den 1950er Jahren plante die Gemeinde Willich ein neues Wohngebiet zwischen Schiefbahner Straße und Kreuzstraße.
Mit der Wohnbebauung am Heiligenweg und an der Kolpingstraße schloss die Gemeinde ein Siedlungsgebiet im Süden Willichs ab.
Das erforderliche Bauland erhielt sie u. a. von der Pfarrgemeinde St. Katharina, die Kirchenland am Prozessionsweg zwischen Schiefbahner Straße und Kreuzstraße besaß.
1958 wurde der Bebauungsplan verabschiedet. Die Häuser am Heiligenweg entstanden in den Jahren 1959 bis 1960.
Am 26.3.1969 benannte der Gemeinderat Willich die Straßen im Bebauungsgebiet Nr.14.
Das Teilstück des Heiligenwegs von der Schiefbahner Straße zur Kreuzstraße gehörte zum Zugweg der traditionellen Fronleichnamsprozession.
Am Kruse Boom war ein festlich geschmückter Altar aufgebaut, an dem es eine kleine Andacht gab, dann zog die Prozession weiter über Kreuzstraße und Neusser Straße bis zum Friedenskreuz an der Kreuzung Neusser- /Martin-Rieffert- / Ritterstraße, wo ebenfalls für ein Gebet verweilt wurde. Der weitere Zugweg führte zum alten Krankenhaus auf der Bahnstraße, wo am dort stehenden Altar abschließend eine Messe gelesen wurde.
Der heutige Heiligenweg verläuft von der Schiefbahner Straße in südöstliche Richtung bis zur Kreuzstraße.
