Die Dietrich-Bonhoeffer-Straße hatte bis zur Kommunalen Neugliederung im Jahr 1970 die Bezeichnung Weberstraße und musste umbenannt werden, weil es in Anrath eine Straße gleichen Namens gab. Die Umbenennung zum 01.01.1972 erfolgte durch Beschluss des Stadtrates vom 30.06.1971.
Dietrich Bonhoeffer hatte vier Schwestern und drei Brüder und wurde mit seiner Zwillingsschwester am 4. Februar 1906 in Breslau geboren. Von seinem sechsten Lebensjahr an wuchs er in Berlin auf, wo dem Vater Karl Bonhoeffer der Lehrstuhl für Neurologie und Psychiatrie und die Leitung der Universitäts-Nervenklinik übertragen worden war.
Er war ein lutherischer Theologe, ein profilierter Vertreter der bekennenden Kirche und Teilnehmer am Widerstand gegen den Nationalsozialismus.
Hitler selbst gab am 5. April 1945 den Befehl zur Ermordung Bonhoeffers. Zusammen mit Wilhelm Canaris, Hans Oster, Ludwig Gehre und Karl Sack -wie Bonhoeffer Beteiligte am militärischen Widerstand- wurde er am Morgen des 9. April 1945 im Konzentrationslager Flossenbürg durch Erhängen ermordet. Seine letzten überlieferten Worte waren: „Das ist das Ende. Für mich der Beginn des Lebens.“
Die Straße führt von der L382 / Korschenbroicher Straße bis zur Moltkestraße und ist praktisch eine Verlängerung der Mühlenstraße.
Sie ist die Hauptzugangsstraße zum Wohngebiet Mühlenfeld, das Anfang der 1960er Jahre zwischen Ortskern und Bahnstrecke entstand, um die Wohnungsnot in Alt-Willich zu entschärfen.
An Nr. 71 wurde ein sechsstöckiges Laubengang-Haus gebaut, das im Januar 1962 fertiggestellt wurde und über 52 Wohneinheiten, Ladenlokale, eine Sparkassen-Filiale und eine Gaststätte verfügte.
Weberstraße -1972, Dietrich-Bonhoeffer-Straße
