Der Weg im Unterbruch hieß bis 2008 „An Voss Kull“. Ein weiterer Vorschlag war, ihn mit „Schiefbahner Broich“ zu benennen. Letztlich entschied sich der Haupt- und Finanzausschuss für „Am Gripshof“.
Der Gripshof wird erstmals 750 erwähnt. Der Familienname Grips taucht bereits auf einem Schützensilber der St. Hubertus-Junggesellen-Bruderschaft Schiefbahn im 18. Jahrhundert auf: ein ovaler Silberschild zeigt einen Heiligen mit Pilgerstab und der Inschrift „Jacobus Gribs“ 1792.
Um 1800 zog von diesem Hof Hubert Gribs nach Holland und gründete eine Zylinderfabrik. Drei seiner Söhne wurden Künstler, aus deren Familien bildeten sich weitere Familiengruppen. Heute bilden zehn Grips-Familien eine Künstlergruppe in s’Hertogenbosch in den Niederlanden. 1870 holte ein kinderloses Ehepaar der Familie Grips den Neffen Lorenz aus Osterath auf den Hof nach Schiefbahn.
1905 wurde das heutige Wohnhaus errichtet. Von 1937 bis 1954 bewirtschaftete Johannes Grips das Anwesen. Nach dessen Tod war der Hof bis 1965 verpachtet. Hans Gribs übernahm 1980 erneut die Bewirtschaftung. Dieser führte einen allmählichen Übergang von der Landwirtschaft in eine Spezialdruckerei für Etiketten für die Landwirtschaft durch. Um 2024 erweiterte Hand Grips die Druckerzeugnisse um nachhaltige Papierprodukte auf der Basis von Indusriehanffasern.
An Voss Kull (-2008)
Am Gripshof
