Die Straße Am Anger liegt im Wohngebiet Wekeln. Der Name Wekeln leitet sich vom niederdeutschen Wort Wekeler ab, was so viel heißt wie Wacholder. Die Flurbezeichnung existiert schon seit Jahrhunderten. Auf dem ganzen Gebiet standen früher nur fünf Bauernhöfe und ca. zehn Häuser.
Die Straßenbezeichnung Am Anger wurde gewählt, um die zentrale Lage im Neubaugebiet Wekeln zu verdeutlichen, denn früher war der „Anger“ der Dorfplatz. Er befand sich im Gemeindebesitz und durfte von allen Bewohnern der Stadt oder des Dorfes genutzt werden.
Die ersten Häuser wurden 1998 gebaut. Faktisch sind es zwei vom Bonnenring aus parallel verlaufende Straßen mit einem Grünstreife, Bäumen und Skulpturen in der Mitte. Am Ende befindet sich der 33 Meter hohe Pylon der Fußgängerbrücke, die über die Schiefbahner Straße zum Willicher Freizeitzentrum führt.
Der Stadtrat von Willich votierte 1997 für die Aufstellung eines Kunstobjekts an der Straße Am Anger. Vorgesehen war die Aufstellung von zwölf Steinen, auf einer Länge von 250 Metern, behauen mit den Gesichtern von Willicher Handwerkern, deren Berufe das Bild der Stadt zu Beginn des 20. Jahrhunderts geprägt hatten. Für die Ausführung hatte man sich für den Künstler Anatol entschieden. Der Josef Beuys Schüler gestaltete die gewaltigen Steine auf der Museumsinsel Homberg und benutzte als Vorlage dafür alte historische Fotografien. Im April 2001 wurden sie nach Wekelen gebracht und an den dort vorgesehenen Standorten aufgestellt.
Die Strasse Am Anger verläuft als Sackgasse vom Bonnenring aus in westliche Richtung bis zur Schiefbahner Strasse. Eine Fußgängerbrücke führt über die Schiefbahner Strasse ins Willicher Sport-und Freizeitzentrum.
