Katharinenhöfe

von | 12. Okt. 2026

Im Jahre 2026 erfolgte der erste Spatenstich für das neue Wohnquartier entlang der Bahnstraße mitten im Herzen von Alt-Willich, nachdem das Grundstuck jahrelang brach gelegen hatte. Bis zum Baubeginn im Jahr … verging aber noch einige Zeit. Im Jahr …. erfolgten endlich die letzten Arbeiten und die endgültige Fertigstellung. Das Areal in Willich grenzt direkt an den Konrad-Adenauer-Park.
Benannt wurden die Katharinenhöfe zur Erinnerung an das ehemals auf diesem Areal gestandene Katharinen Hospital, bzw. an dessen Namensgeberin.

Katharinen-Hospital von 1872 © Stadtarchiv Willich

Katharinen-Hospital von 1872
© Stadtarchiv Willich

Das erste Hospital entstand nach einer Grundidee des Willicher Pfarrers Franz Bayertz. Die Finanzierung wurde gesichert durch zahlreiche Schenkungen, wobei die Stiftung der Jungfer Catharina Essers in Höhe von 7.000 Talern im Jahre 1865 hervorzuheben ist. Zu ihren Ehren wurde das Krankenhaus „Catharinen-Hospital“ benannt, seit der Jahrhundertwende aber mit „K“ geschrieben. 1872 wurde das Hospital in Betrieb genommen.

Das alten Gebäude entsprach nicht mehr den neueren Ansprüchen. So wurde am 1. Oktober 1963 hinter dem Altbau ein Krankenhaus-Neubau samt Personalwohnheim und Kapelle unter großer Anteilnahme der Bevölkerung in Betrieb genommen. Der Altbau von 1872 nebst dem Anbau von 1913 wurde 1971 abgerissen. An ihrer Stelle wurde dem Geist der Zeit folgend ein Parkplatz angelegt.

2007 übergab die katholische Kirchengemeinde St. Katharina Willich das Krankenhaus an die St. Augustinus Gruppe aus Neuss, die zahlreiche Hospitäler in der Region betreibt. Unter ihrer Ägide wurde jm Oktober 2011 noch ein Erweiterungstrakt aus containerähnlichen Fertigbauteilen in Betrieb genommen. Das Willicher Katharinen-Hospital verfügte zuletzt über 140 Betten und 190 Mitarbeiter, die jährlich insgesamt rund 5000 stationär aufgenommene und rund 7000 ambulante Patienten versorgten.

Am 30. Juni 2014 wurde das Haus geschlossen und 2015/2016 nochmal als Asylantenunterkunft reaktiviert. Im November 2019 wurde das Gebäude nebst Kapelle und Wohnheim abgerissen. 53000 Willicher waren fortan ohne bürgernahe stationäre Versorgung.

 

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