Der Adelssitz Kollenburg, ursprünglich als Kastell erbaut, südöstlich von Willich im Bereich der heutigen Dickerheide gelegen, wird im Laufe der Jahrhunderte zu einer der größten Fluchtburgen im Amt Linn. Im Truchsessichen Krieg wird er durch Verrat eingenommen. 1585 werden Willich, Anrath, Schiefbahn und Neersen geplündert, zum Teil sogar verwüstet. Die Bevölkerung flüchtet sich auf die befestigten Adelssitze Kollenburg und Hülsdonk. Obwohl Willich im Mittelalter von Wällen, Gräben und 5 Stadttoren befestigt war, mussten die Willicher Bauern immer wieder ihre Häuser und Höfe verlassen, um sich bei Gefahr in die Kollenburg zurückzuziehen. Wie die Kollenburg einmal ausgesehen hat, ist unklar. Nur die Ritterstraße weist historisch noch darauf hin, die in Willich von einer alten Heerstraße von Kempen nach Neuss abzweigt.
Der Kollenburger Weg ist eine Verlängerung des Wirtschaftsweges „An der Buschschmitt“. Er verläuft nördlich der Golfanlage Duvenhof und endet an der Landstraße Westring / L 154. Er liegt zum Teil an der Grenze zu Meerbusch. Der Weg wurde am 30. November 1961 durch den Gemeinderat Willich so benannt.
Bis vor einigen Jahren hatte der Wirtschaftsweg, der in Verlängerung der Ritterstraße in Richtung Kaarst führte und an der Alten Heerstraße endete, die Bezeichnung „Kollenburger Weg“. Dieser Weg heißt jetzt ebenfalls Ritterstraße.
1961 Kollenburger Weg
