Unter Honschaft verstand man eine meist nur aus Einzelhöfen bestehende unterste ländliche Verwaltungseinheit, an deren Spitze ein „Hon“ stand, der auch Aufgaben der niederen Gerichtsbarkeit wahrnahm.
Die Honschaften existierten in Willich bis 1801, erst dann wurden sie von Franzosen aufgelöst und der Begriff „Gemeinde“ offiziell eingeführt. Das Gebiet, in dem die Straße liegt, gehörte vor 1801 zur Streithöver Honschaft.
Mit der Benennung Honschaftsweg sollte an die Vergangenheit der Gemeinde Willich, insbesondere an ihre alten Honschaften erinnert werden.
Am 12.11.1998 entschied der Planungs- und Liegenschaftsausschuß der Stadt Willich, die Stichstraße im Bebauungsgebiet Moosheide nördlich der Osterather Straße mit Honschaftsweg zu bezeichnen.
Der Honschaftsweg verläuft als Sackgasse von der Osterather Straße in nördliche Richtung. Ein Fuß-und Fahrradweg führt in Verlängerung zum Kirchspielweg.
