Ursprünglich befand sich im Bereich Domgarten / Bahnstraße die Landwirtschaft der Katholischen Pfarrgemeinde. In den 1950er Jahren wurde sie aus wirtschaftlichen Gründen aufgegeben.
Der Name Domstraße erinnert an den Schultheißen, der früher den Besitz des Kölner Dompropstes in Willich verwaltete. Die Straße befindet sich an der Seite, wo sich einst der Obstgarten befand, dessen Erträge als Teil des Gehaltes dienten.
Die Domstraße führt von der Hülsdonkstraße zur Mühlenstraße. Sie war früher ein Feldweg und nannte sich im Willicher Dialekt ‚kötte Jatz‘ (kurze Gasse). Zusätzlich führt noch ein Fußweg, die ‚lang Jatz‘ (lange Gasse) -heute Domgasse- bis zur Mühlenstraße. Diese Gasse ist heute noch bedingt zugänglich, aber durch die Bebauung der Wielandstraße unterbrochen.
Der Weg war auch ein Zugang zum Bauern Peter Nilges, der dort seine Scheune und am Markt seinen Hof hatte. Familie Nilges betrieb schon 1880 eine Herberge für Wandergesellen, aus der später die Gaststätte mit dem Namen ‚En de Hött‘ (in der Hütte) entstand.
Vorgesehen war ursprünglich, die Domstraße als Verbindung von der damaligen Schulstraße bis zur Bahnstraße zu bauen. 1898 wurde der Ortsbebauungsplan dahingehend geändert, dass die Domstraße nur bis zur Mühlenstraße gebaut wurde. Das restliche Stück entfiel. Hier finden sich aber noch Reste des alten Willicher Dorfgrabens.
Die ersten Häuser wurden 1951 gebaut. 1959 wurde die Straße ausgebaut und befestigt.
