Bereits 1669 nennt die „Description des Erzstiftes“ in Neersen die Flurbezeichnung Hövel oder Högde, wobei diese Begriffe laut Dittmayer so viel wie Hügel oder Hügelkuppe bedeuten. In Neersen war der „Huevel“ schon immer als ein sandiger, leicht erhöhter Bereich bekannt.
Im November 1961 beschloss der Stadtrat die Bebauung des Wohngebiets Auf der Höchte zwischen Kirchhofstaße und Venloer Straße (B7).
Im dem 1962 neu erschlossenen Bebauungsgebiet Auf der Hoechte wurde die Planstraße „D“, durch den Bau- und Wegebauausschuss der Gemeinde Neersen, auf Vorschlag von Peter Vander in Am Hüevel genannt. Die Vorschläge Hohe Straße und An den Pappeln (Hermann Brangs) konnten sich nicht durchsetzen, was zumindest beim letzteren nicht verwundert, da in dieser Gegend nie Pappeln standen. Nachdem der Gemeinderat Neersen seine Zustimmung am 19.6.1962 noch zurückgestellt hatte, wurde nach erneuter Beratung am 29.10.1962 der Straßenname Am Huevel gewählt, um die ungewöhnliche Schreibweise „le“ zu vereinfachen.
Geplant war die Errichtung von eingeschossigen Einzelhäusern und zweigeschossigen Reihenhäusern für insgesamt knapp 500 Personen. Das vom Schiefbahner Architekten Wolfgang Samland geplante Baugebiet umfasste eine Größe von 30 Morgen. Davon gehörten 20 Morgen der Gemeinde Neersen und 10 Morgen der Baugesellschaft Rheinische Heimstätte in Krefeld. Im ersten Schritt wurden der GWG des Landkreises die Grundstücke für die Errichtung von drei Blöcken mit 15 Reihenhäusern überlassen. Die verbleibenden fünf Blöcke mit 25 Häusern und 50 Wohnungen sollten später von der Gemeinde als Vorratseigenheime errichtet werden.
Im Sommer 1963 war das Baugebiet weitestgehend fertiggestellt. 1966 wurde auf dem Eckgrundstück Am Huevel/Hauptstraße ein Altenwohnheim mit insgesamt 12 Altenwohnungen fertiggestellt. Die Gemeinde Neersen hatte das Grundstück dem Architekten Wolfgang Samland zur Verfügung gestellt, sich aber das Belegungsrecht für die jeweils 45 qm großen Wohnungen vorbehalten.
Die Straße führt von der Kirchhofstraße in nordöstliche Richtung bis zur Straße Im Langenfeld.
1669 „Hövel/Högde“, ab 1962 „Am Huevel“
