Geboren am 14.1.1875 im Elsaß, studierte Albert Schweitzer evangelische Theologie, Musik, Philosophie und Medizin. 1913 gründete er in Lambaréné (Gabun/Zentralafrika) ein kleines Tropenkrankenhaus und wirkte dort, mit Unterbrechungen, bis zu seinem Tod am 4.September 1965 als Missionsarzt wirkte. 1952 wurde ihm der Friedensnobelpreis verliehen.
Die Albert-Schweitzer-Straße erschließt vom Hörenweg aus das Wohngebiet nach Nordwesten. Im Februar 1968 wurde diese Straße im damaligen Neubaugebiet zwischen Von-Ketteler-Straße und Alte Poststraße (jetzt: Am Schwarzen Pfuhl) auf Vorschlag des Katholischen Männervereins Neersen durch den Gemeinderat Neersen in Kolping-Straße benannt.
Da in Alt-Willich ebenfalls eine Kolpingstraße existierte, an der mehr Anwohner lebten als in Neersen, musste die Straße nach dem Beschluss des Willicher Stadtrat vom 30.06.1971 umbenannt werden.
Der Neersener Heimatforscher Peter Vander hatte den Namen Am Gericht vorgeschlagen, um an den nahegelegenen alten Neersener Gerichtsplatz, auf dem ein Galgen gestanden hatte, hinzuweisen. Auf alten Karten um 1600 ist der Galgen der Herren von Neersen eingezeichnet. Alten Neersenern war auch der Flurname Am Gericht noch geläufig.
Auf Vorschlag der Neersener Ratsmitglieder setzte sich aber der Vorschlag Albert-Schweitzer-Straße im Willicher Stadtrat durch. Seit dem 1.1.1972 soll der Name dieser Straße an den großen deutschen Friedensnobelpreisträger erinnern.
Die Albert-Schweitzer-Straße verläuft vom Hörenweg in nordwestliche Richtung bis zur der südwestlich vorlaufenden Von-Kettler-Straße.
– bis 1972 Kolpingstraße
