Kaffelöffel – Nachlese

Am Offenen Sonntag im April konnten die Besucher wunderschöne Souvenirlöffel im Museum KampsPitter bewundern und Wissenswertes über diese kleinen silbernen Erinnerungsstücke erfahren.

Dr. Christoph Carlhoff aus Anrath (2. Vorsitzender des Bürgervereins und Leiter der Leddschesweäver) hat vor vielen Jahren zwei dieser kleinen Löffelchen erstanden und daran Gefallen gefunden. Inzwischen ist daraus eine sehenswerte Sammlung geworden. „Ich habe sie jedoch nicht gesucht, sondern sie haben mich gefunden“, so erzählt Christoph in seinem spannenden Vortrag.

Wir gingen mit ihm auf die Reise, um die Vielfalt dieser Souvenirlöffel kennenzulernen. Zunächst ging es durch Europa, in unsere Nachbarländer, dann auch nach Fernost und Amerika. Natürlich auch durch Deutschland von den Inseln im Norden bis zum Süden nach Bayern und von West bis nach Ostdeutschland.

Ob Drachenfels, Deutsches Eck, Berliner Bär oder Neuschwanstein, überall findet man die kleinen Andenken, meist preiswert in versilberter Ausführung und mit kleinem Wappenbildchen verziert gibt es sie schon seit ziemlich langer Zeit. Mit dem aufkommenden Tourismus zu Beginn des 20. Jahrhunderts nahm auch die industrielle Fertigung von Souvenirartikeln einen großen Aufschwung.

Allerdings waren die damals hergestellten echtsilbernen und oft noch zusätzlich vergoldeten Löffel, auch Andenken- oder Wappenlöffel genannt, eher nichts für den ganz kleinen Geldbeutel. Die zumeist in der deutschen Schmuckstadt Pforzheim angefertigten Stücke wurden in der Regel mit Emailmalerei versehen, wobei sie unter der Lupe mit feinsten Haarpinseln bemalt wurden.

Heute sind diese über 100 Jahre alten Löffelchen kleine Kostbarkeiten. Sie, wie auch die später erzeugten einfacheren Varianten, erzählen von den Sehenswürdigkeiten unserer Region und von ganz Deutschland. Sie geben aber auch einen kleinen interessanten Blick in oft weit entfernte Gegenden dieser Welt.

Es war ein gelungener Vortrag über diese beeindruckenden, zum Teil wirklich entzückend gestalteten und verzierten Andenken. Wir sagen von Herzen DANKE für diese faszinierende Reise. Einige Gäste hatten ihre gesammelten Souvenirlöffelchen mitgebracht und stolz präsentiert. Unter anderem Erika Ferdinand auch aus Anrath. Einige Erinnerungsstücke wurden von Besuchern sogar dem Vortragenden zur Sammlung geschenkt. Eine tolle Geste – Dankeschön!

Mit einem Lied und einem Friedensgruß sowie einen Blick auf den Amsterdamer Friedenslöffel wurden die Gäste verabschiedet, die sich schon auf das nächste Highlight im Museum freuen.

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