Der Weg ist nach der Ärztin Anna Rütten benannt, die auf der heutigen Hülsdonkstraße in Alt-Willich wohnte .
Nachdem die beiden im Dorf praktizierenden Mediziner, Dr. Bönner und Dr. Zimmermann, zur Wehrmacht eingezogen wurden, war sie die einzige Ärztin im Ort.
Am Abend des 14. Juli 1945 wollte sie noch eine Wöchnerin auf den Holterhöfen besuchen. Statt der Krefelder Landstraße entschied sie sich für die Abkürzung durch das Münchheider Feld, obwohl gerade die einsamen Feldwege nicht ungefährlich waren. In der Nähe des Mertenshofes muss sie ihrem Mörder begegnet sein. Mit hoher Wahrscheinlichkeit handelte es sich um einen ehemaligen russischen Kriegsgefangenen. Dieser hatte kurz zuvor noch auf der Suche nach Lebensmitteln einen benachbarten Bauernhof aufgesucht. Über den Tathergang kann man nur spekulieren, auf jeden Fall fand man sie wenig später mit einem Genickschuss tot im Feld, das Fahrrad war verschwunden.
Zur Erinnerung an Anna Rütten wurde an der Todesstätte ein schlichtes Holzkreuz aufgestellt. Dieses Kreuz musste aber dem Neubaugebiet Münchheide weichen. Der Heimatverein Schiefbahn hat das Kreuz restauriert und es am Anfang des Anna-Rütten-Weges neu aufgestellt.
Der von der ‚Anrather Straße‘ abzweigende Weg hatte ursprünglich den Namen ‚Mertensweg‘.
Da es in Anrath einen Weg gleichen Namens gab, wurde er im Rahmen der Kommunalen Neugliederung 1972 in Anna-Rütten-Weg umbenannt.
Der Anna-Rütten-Weg verläuft von der ‚Anrather Straße‘ in nördliche Richtung und endet als Sackgasse an der ‚Kempener Straße‘.
- bis 1972 Mertensweg
