Die Straße An Liffersmühle liegt im Wohngebiet Mühlenfeld und ist nach dem Müller Gerhard Wilhelm Liffers benannt.
Es ist nicht bekannt wie alt die Mühle ist, jedoch wird in einem Register des Amtes Oedt eine Mühle im Kirchspiel Willich erwähnt, die jährliche Pacht zu zahlen hatte. 1577 wurde sie auf Kosten des Kölner Erzbischhof durch eine hölzerne Kastenmühle ersetzt.
Gerhard Liffers erwarb 1879 die Getreidemühle, die er erfolgreich betrieb.
1895 errichtete sein Sohn Karl ein Maschinenhaus, so dass die Mühle auch bei fehlendem Wind betrieben werden konnte.
1918 wurde der Mühlenkranz durch einen Blitz getroffen und so stark beschädigt, dass die Mühlräder stillgelegt werden mussten. Im Jahr darauf wurde dann auch der Mühlenturm abgebrochen und seine Steine zum Straßenbau genutzt. Ein Dieselmotor hielt das Mühlenwerk noch bis 1923 in Gang.
Heute steht von der Mühle nur noch der 1994 unter Denkmalschutz gestellte Sockel.
Am Ende der Straße An Liffersmühle hatte die seit 1948 im ehemaligen Stahlwerk Becker stationierte englische Einheit „Royal Engineers“ ihre Unterkünfte für die Soldaten. Sie mussten vom Stahlwerk über eine extra geschaffene Brücke über die Bahngleise der Bundesbahn gehen.
Die Straße wurde zwischen 1961 und 1964 angelegt und führt von der Friedhofstraße in westliche Richtung bis zur Moltkestraße, weiter über den Formerwe’ zum Stahlwerk Becker. Die Durchfahrt ist für Autos durch Pollern versperrt.
