Die Heimat- und Geschichtsfreunde Willich luden am Offenen Sonntag, 8. März 2020, anlässlich des Internationalen Weltfrauentages zu Vortrag und Film ein.

Das Museum „KampsPitter“ wurde zum Kinosaal; schnell füllte sich der Raum und es war bald kein Stuhl mehr griffbereit, um dem Andrang der Besucher gerecht zu werden. Bänke waren die Notlösung, so dass alle letztlich einen Platz erhielten.

Die stellvertretende Vorsitzende Edith Max freute sich über die tolle Resonanz und konnte unter den vielen Gästen den stellvertretenden Bürgermeister Dietmar Winkels und seine Frau Vera, Vertreterinnen und Vertreter von Parteien, Verwaltung und Vereinen aus der Stadt Willich begrüßen, Ehrenmitglieder des Heimatvereins und viele treue Heimatfreundinnen und Heimatfreunde. Sozusagen als Schirmherrin für diesen Tag fungierte die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Willich, Frau Diana Schrader. Sie formulierte einführende Worte zur Entstehung des Weltfrauentages, den wir seit März 1911 begehen.

Gleiche Rechte müssen immer wieder neu angesprochen, gewährt und gelebt werden, damit sie nicht in Vergessenheit geraten. Darum kümmert sich insbesondere aus den Reihen der aktiven Heimatfreunde und –freundinnen Frau Mara Ring, die uns einen aktuellen Stand in Frauenfragen und Frauenrechte weltweit vermittelte. Dann kündigte sie den ab 2017 in deutschen Kinos gezeigten Film über „Unerkannte Heldinnen“ an, der von drei afroamerikanischen Mathematikerinnen erzählt, die maßgeblich am Mercury- und Apollo-Programm der NASA beteiligt waren, ohne für ihre Leistungen die Anerkennung zu erfahren, die sie zu der Zeit verdient hätten.

Da der Film Überlänge hat, wurde eine kleine Pause eingelegt, in der man mit Wasser und Kaffee den Flüssigkeitshaushalt wieder herstellen konnte. Früher gab es im Kino stets die Möglichkeit, Eiskonfekt zu erwerben. Diese originelle Idee setzten Irmgard Hagemann und Helga Mücke gekonnt um und gingen mit einem Bauchladen, gefüllt mit leckerem Eiskonfekt, durch die Reihen.
Der Film spielt kurz vor dem Civil Rights Act von Lyndon B. Johnson, der 1964 die Trennung von Schwarzen und Weißen zumindest juristisch aufhob. Bereits vor der Einführung dieses Gesetzes arbeiteten Afroamerikaner in den USA in der wissenschaftlichen Forschung, im Staatsdienst und bei US-Behörden wie der NASA.

In dieser von Weißen geprägten Männerdomäne hatten es Afroamerikanerinnen allerdings doppelt schwer. Die gelebte Rassentrennung und die damit verbundenen Schwierigkeiten ging allen Besuchern sehr zu Herzen und zeigte auf, dass auch heute noch die Gleichstellung von Mann und Frau, von Schwarz und Weiß nicht in allen Ländern und leider auch in Europa trotz vieler Fortschritte noch nicht vollzogen ist und ein großer Bedarf von Anerkennung und Veränderung besteht. Anschließend wurde noch viel diskutiert.

Ein ganz großes und herzliches Dankeschön an Helga Mücke und dem aktiven Team für die Vorbereitung der allseits gelobten Canapes. Und insbesondere natürlich an Diana Schrader von der Stadt Willich dafür, dass sie diesen Nachmittag möglich machte. DANKESCHÖN!

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