Am Offenen Sonntag, dem 13. Oktober 2019, sagte uns der Blick zum Himmel: ‚Es wird ein schöner Tag!‘ Und es wurde schön, die Sonne und die warmen Temperaturen luden Viele zu einem Ausflug auch ins Museum „KampsPitter“ ein.

Die Tradition des Kappesschabens und das Einlegen und Einstampfen in entsprechenden Tontöpfen, den sogenannten „Döppen“, wurden an diesem Sonntag gezeigt.

Für die Sauerkrautherstellung ist frischer fester Weißkohl am besten geeignet. Nach dem Entfernen der äußeren Blätter muss der Weißkohl fein gehobelt werden. Das beherrschen perfekt Gerd Wynands und Konny Hohnstein. Dann wird das Kraut in sogenannten Döppen (Steinguttöpfen) abwechselnd mit Salz geschichtet. Jede Schicht des Sauerkrauts muss so lange „gestampft“ werden, bis die austretende Flüssigkeit den Weißkohl überdeckt. Auch hier wurden viele Kräfte mobilisiert, u. a. von zahlreichen Besuchern, die tatkräftig geholfen haben und vielen Kindern, die sichtlich Spaß daran fanden. Monika Gohr achtete streng auf die Zugaben von Salz, Wacholderbeeren, Lorbeerblättern und Wein. Nach und nach konnte so die nächste Weißkohlschicht in die Steintöpfe umgefüllt werden. Arbeit macht bekanntlich hungrig – da konnten wir helfen! Kraut, das von Mara und Rosa fein geschabt und von Elisabeth Brähler in drei leckeren Varianten zubereitet wurde, konnte dann als Salat mit Würstchen und Brezeln verzehrt werden.

Nun ist die erste Arbeit getan und der Weißkohl wird im Steintopf mit einem sauberen Tuch bedeckt, mit einem Gegenstand (z.B. Stein) beschwert und an einem kühlen Ort gelagert. Das geschieht bei uns im Schuster- bzw. Waschhaus. Einmal pro Woche wird dann das Tuch gewechselt und der Gärprozess beobachtet. Nach gut 6 Wochen ist die Gärung abgeschlossen und das Sauerkraut verzehrfertig. Bei uns wird dann das Kraut im Januar gekocht und zum Verzehr angeboten. Notieren Sie sich dafür Sonntag, den 19. Januar 2020, ab 12 Uhr!

 

Im temporären Ausstellungsraum zeigten die Heimat- und Geschichtsfreunde Willich außerdem die Originale des neuen Kalenders „Willicher Skizzen“ für 2020. Die Motive aus allen vier Willicher Stadtteilen wurden von Peter Schmitz aus Willich zum 5. Mal in Folge für einen Kalender skizziert. Die sehr ansprechenden Bilder wurden bewundert und so wechselten einige der gelungenen Kalender den Besitzer. Ab sofort ist er für 14 € in den Willicher Buchhandlungen, in Altwillich, Schiefbahn und Anrath erhältlich. Die Motive gibt es auch in Postkartengröße zum Preis von 1 € das Stück (6 St für 5 €). Ein herzliches Dankeschön an Herrn Schmitz für diese Präsentation in unserem Museum.

 

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