Die Ausstellung über die ehemalige „Fabrik“ (Verseidag) in Schiefbahn. Neuer Termin!

Wegen des Orkans am vergangenen Nach der Sturm- bzw. Orkanansage „Sabine“ wurden aus Sicherheitsgründen die Ausstellungseröffnung am 9. 2. abgesagt. Montags konnte man noch nicht ahnen, dass am kommenden Sonntag, 16. Februar, „Victoria“ für neuen Sturm sorgen würde.

Aber die Heimat- und Geschichtsfreunde Willich zeigten dann endlich ihre lang geplante Ausstellung zur „Verseidag“ und hatten zahlreiche, treue Besucher, die teils den Weg erneut auf sich nahmen, um an dem Vortrag teilzunehmen und Ausstellungsstücke, Bilder und Garne aus der ehemaligen „Fabrik“ (Vereinigte Seidenwebereien) in Schiefbahn in Augenschein zu nehmen. Vorstandsmitglied Bernd-Dieter Röhrscheid ließ die Geschichte der sogenannten Fabrik wieder lebendig werden.

Als Gäste durften wir zunächst Horst Scherzer begrüßen, der als letzter Betriebsleiter des Verseidag-Betriebes in Schiefbahn sein Wissen und ein Konvolut an Fotografien zur Verfügung gestellt hatte. Ebenso erklärte Helga Ziemes ihr Arbeiten als Patroneurin im Atelier.

Sie setzte mögliche Stoffmuster so um, dass sie in den weiteren Arbeitsprozess gehen konnten. Das bestätigte gern auch Gerd Leenen, der diese Arbeit dann als Kartenschläger umsetzte. Der vor der Schließung der Fabrik zuletzt ausgebildete Schlosserlehrling  war ebenfalls mit seiner Frau anwesend und einige, die die Fabrik aus ihrem Berufsleben sehr gut kannten.

In seinem Vortrag hatte unser Beisitzer den Schwerpunkt auf die Bedeutung von Albert Oetker und dessen Söhne Paul und Rudolf gelegt sowie auf Carl Lange und dessen Sohn Hermann, die den Webereistandort in Anrath schufen. Oetkers und Lange waren einflussreiche Geschäftsmänner und auch mitverantwortlich für die Entwicklung der sogenannten Künstlerseide, die namhafte Künstler, wie z. B. Henry van de Velde, entworfen haben und die bei Deuss & Oetker gefertigt wurde.

Es war schön, in die Kunst des Webens, der Gestaltung sowie deren Umsetzung und des Wirkens einzutauchen. Ein herzliches Wort des Dankes an unser Archivteam für den informativen Vortrag und die gelungene Ausstellung.​

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