Der erste Maifeiertag im KampsPitter

Kaum war der Festtag der Einweihung vorbei, steckten wir auch schon in den Vorbereitungen für die nächsten offenen Sonntage und für den 1. Mai!

Zum ersten Mal konnten die Heimat- und Geschichtsfreunde Willich einen ökumenischen Gottesdienst in Mundart feiern. Dafür hatten sich Diakon Friedhelm Messerschmidt aus Schiefbahn und Pfarrer Rolf Klein aus Willich abgesprochen und gut vorbereitet. Nun hatten sich zwei gute Hirten und eine große Menschen-Herde aus verschiedenen Gemeinden im Forum des St.-Bernhard-Gymnasiums versammelt, worüber wir uns sehr freuten.

Da passte der Psalm 23 aus dem Johannes-Evangelium perfekt und die Predigt von Rolf Klein machte deutlich: Mensch und Tier gehören zusammen. Und so gehören auch der Pastor und die Gemeinde zusammen, sie sind aufeinander angewiesen. Das gibt dem Bild vom guten Hirten auch heute noch solche Anziehungskraft und der Psalm 23 ist wohl die beliebteste und berühmteste Bibelstelle überhaupt.

Zum Ende des Evangeliums, das wir hörten, spricht Jesus von der einen Herde; das ist der Satz über die Einheit der Kirche. Es wird eine sein, eine Kirche und ein Hirt, obwohl wir davon noch entfernt sind, schätzen wir nicht gering, was wir haben und hier am 1. Mai erleben. So fasste Pfarrer Klein es in Worte und resümierte: „Mehr ist möglich. Mehr ist nötig. Mühen wir uns, das hohe Gut zu erhalten und wo es in unserer Kraft steht zu mehren!“ So motiviert und gestärkt konnten wir gemeinsam das Maifest in und um „KampsPitter“ genießen.

Unterstützung im Gottesdienst und während des Festes erfuhren die Heimatfreunde wieder vom Schiefbahner Posaunenchor (vormals Evangelische Emmaus-Gemeinde Willich), unter neuer Leitung von Dieter Fehser und dem Chor der „Leddschesweäver“ aus Anrath, unter der Leitung von Dr. Christoph Carlhoff, der im vergangenen Herbst sein 20jähriges Bestehen feiern konnte.

Heinrich Burgartz hatte die Traktoren herausgeputzt und stand parat, um mit Kindern und Eltern und Großeltern mit dem Planwagen eine Runde durch die Felder zu fahren.

Die Kinder hatten viele Möglichkeiten: sie konnten fantasievolle Blumen basteln (Danke an Monika Goertz), mit kleinen Gabelstaplern fahren (Danke der Fa. Still) und die Hüpfburg stand parat (Danke an die Pfadfinder Willich).

Erwachsene und Kinder konnten etwas über das Historische Schwertfechten erfahren und ausprobieren. So werden die europäischen Kampfkünste des Mittelalters und der Renaissance bezeichnet, die lange Zeit unbeachtet blieben, aber seit einigen Jahren erfährt diese Art des Fechtens wieder unsere Aufmerksamkeit. Die zu vermittelnden Reflexe und die Zielstrebigkeit dieser europäischen Kampfkunst macht es auch für Kinder geeignet. Diese Sportart ist im Judo-Club Schiefbahn beheimatet und wurde durch Kai Hoffmann und Kollegen und auch vom Nachwuchs präsentiert.

Für das leibliche Wohl sorgten unter anderem wieder die Heimatfreunde vom benachbarten Tuppenhof aus Büttgen-Vorst. Sie kamen mit ihrem Equipment und ihrem tollem Reibekuchenteig, den sie sogar unserem Heimatverein erneut stifteten!

Auf Hildegard, Elfi und Hans ist Verlass und die große Nachfrage zeigt, dass sie super Reibekuchenbäcker sind. Im nächsten Jahr werden sie zum 10. Mal auf unserem Fest vertreten sein.

Am Grill gab es zum Salat gut gewürztes Fleisch, Würstchen und Bauchspeck, von Heinrich, Peter und Werner perfekt gegrillt. Am großen, vielseitigen Kuchenbüffet fiel die Auswahl echt schwer. Bei Waffeln und Popcorn brauchten weder die Kinder noch die Erwachsenen lange überlegen.

Draußen wie Drinnen gab es Musik gleich im Mehrfachpack: Regina Król aus Anrath und Heribert Schmitz aus Schiefbahn unterhielten die Gäste abwechselnd mit alten Volksweisen und die Leddschesweäver stimmten uns mit bekannten Liedern (auf Plattdeutsch) in den Wonnemonat Mai ein.

Dabei durften die Gäste der mit viel Gefühl Wolle spinnenden Iris Schulz-Pellmann auf die Hände und Füße schauen oder dem Bäcker Sebastian Schmitz zusehen, der in seinem Holzofen Teig zu lecker duftendem Brot verwandelte.

Viele Besucher interessierten sich natürlich für das im Februar eingeweihte KampsPitter2“, wo Ernst Kuhlen (1. Vorsitzender) und weitere Vorstands- und Archivmitglieder gern bereit waren, das neue Museum zu zeigen.

Ein herzliches Wort des Dankes an alle, die dieses Fest bereichert und damit entscheidend zum Gelingen dieses Tages beigetragen haben. Da gibt es Mitglieder, deren Hilfe wir an diesem Tag immer einplanen dürfen: Dankeschön an Helga Sch., Eva und Karlheinz, Anne und Marlies, Ursula, Anita und Annemie, an Christa, Wiebke und Marianne. Ebenso allen dienstags aktiven Mitgliedern (Frauen und Männern), die die Vorbereitungen getroffen, am Festtag unermüdlich in der Küche, an der Theke, am Büffet, im Museum geholfen, die Gäste versorgt und am Tag danach auch aufgeräumt und geputzt haben.

Dankeschön sagen wir all‘ unseren Sponsoren sowie allen Bäckern/Innen für die tollen Torten und Kuchen, die großen Anklang fanden.

Der Tag wird noch gut nachklingen und das Bild vom „guten Hirten und seiner Herde“ wird uns erinnern an die gelebte Gemeinschaft!

 

 

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