Der Sommer ist vorbei, der Herbst steht vor der Tür, die Ernte ist eingefahren…

Abschluss und Höhepunkt des Erntejahres war früher das Kartoffelfeuer. Da musste man Warten bis das Kraut der Kartoffelpflanze gut trocken war, was meist bis zum Herbst dauerte.

Dann ging man mit der ganzen Familie auf das Feld um das Kraut zusammen zu rechen und auf einen Haufen zu tragen. Dann wurde es angezündet und mit ein paar Holzstücken ein Feuer entfacht.

Die Kinder steckten Kartoffeln auf spitze Stöcke und hielten sie in die Glut. Die Einführung der sogenannten Kartoffelferien, heute Herbstferien, hat hier ihren Ursprung. So hatten die Familien auf dem Land Zeit aufs Feld zu gehen und die Kartoffeln zu ernten. Die Kinder konnten sich auf diese Weise auch ein wenig Taschengeld verdienen.

Heute ist die Frage nach dem richtigen Zeitpunkt für die Kartoffelernte bei mehr als 5000 verschiedenen Sorten nicht mehr so leicht zu beantworten. Je nachdem, wann sie gesteckt wurden und um welche Sorte es sich handelt, kann man frühestens im Mai/Juni und spätestens im Oktober ernten. Dabei wird zwischen frühen, mittelfrühen und späten Sorten unterschieden.

Kartoffeln stehen inzwischen bei den Deutschen auf der Beliebtheitsskala beim Essen ganz weit oben. Das war nicht immer so, denn als einstige Zierpflanze wurde ihr wahrer Wert erst sehr viel später erkannt. Heute ist sie Grundnahrungsmittel und aus keiner Küche mehr weg zu denken. Kaum ein anderes Gemüse ist so vielseitig wie die Kartoffel.

Die Heimat- und Geschichtsfreunde Willich laden zum diesjährigen Kartoffelfest ein, und zwar am Freitag, dem 20. September ab 17 Uhr. Das Brauchtum ist bei Jung und Alt gleichermaßen beliebt. Es werden Kartoffeln in der Schale im sogenannten Pännchen gegart.

Wie immer reichen die Heimatfreunde dazu entsprechende Dips und Rohkost. Auch gerieben sind die Kartoffeln bei allen sehr beliebt. Die Kinder dürfen sich wieder auf eine Geschichte und auf eine Nachtwanderung mit Schatzsuche freuen. Taschenlampen bitte gern mitbringen! Damit die Zeit bis dahin nicht zu lang wird, darf auch gebastelt werden und das Stockbrot will am Lagerfeuer gebacken werden.

Auch der Planwagen steht für eine Rundfahrt durch die Nachbarfelder bereit. Der Innenhof am „KampsPitter“ lädt Sie herzlich zu einem gemütlichen Aufenthalt ein. Genießen Sie mit Ihren Kindern die familiäre Atmosphäre. Die Heimatfreunde/Innen hoffen auf eine Menge Spaß zusammen!

Der Eintritt ist frei.

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