Das war toll – Heimatfest am 1 Mai

„Im neuen Jahr ein neues Hoffen! Die Erde wird noch immer grün, auch dieser März bringt Lerchenlieder, auch dieser Mai bringt Rosen wieder, auch dieses Jahr lässt Freuden blühen!“ Ein Ausschnitt von Karl von Geroks Gedicht schenkte auch uns neues Hoffen, ein Hoffen auf Normalität im Alltag, auf Öffnung des Museums mit Ausstellungen und Brauchtumsfesten.

Nach zwei Jahren Pause gingen diese Hoffnungen in Erfüllung. Nach der Öffnung im April d. J. mit der wunderbaren Sonderausstellung „Schimmernde Schönheiten“, die wir noch bis Ende August 2022 zeigen können, haben wir unser Maifest vorbereitet und gefeiert.

Der ökumenische Gottesdienst in Mundart fand wieder in der ehemaligen Klosterkirche statt. Dafür hatten sich erneut Diakon Friedhelm Messerschmidt aus Schiefbahn und Pfarrer Rolf Klein aus Willich bereit erklärt. Sie wurden von Maria Kuhlen und Anne Lichtenberg unterstützt.

Der Chor „Die Leddschesweäver“ aus Anrath sowie der Posaunist Harald Gantke bereicherten den Gottesdienst mit Liedern und Musik. Bei noch etwas frischer Temperatur, aber mit bereits verhaltenem Sonnenschein und gestärkt durch die Worte des Diakons, der rückblickend auf seine Kindheit und Jugend seine Erfahrungen, Ängste und Sorgen beschrieb und Schritte zu mehr Mut und sicherem Auftreten aufzeigte, die auch gerade in der jetzigen Zeit helfen können.

So motiviert konnten wir gemeinsam das Maifest in und um „KampsPitter“ genießen. Der Schiefbahner Posaunenchor unter der Leitung von Dieter Fehser erfreute uns auf dem Hof mit ihrer Musik und der Chor der „Leddschesweäver“ aus Anrath, unter der Leitung von Dr. Christoph Carlhoff, brachte uns ein buntes Repertoire aus Frühlingsliedern auch aus dem neuen Liederbuch zu Gehör.

Die Heimatfreunde hatten den Planwagen und den Traktor herausgeputzt und Ernst Kuhlen wechselte sich mit Heinrich Burgartz ab, um mit Kindern, Eltern und Großeltern eine Runde durch die umliegenden Felder zu fahren. Auf das Hüpfhaus freuten sich natürlich alle Kinder, es war ständig umlagert.

Beim Historischen Schwertfechten konnte man etwas über die europäischen Kampfkünste des Mittelalters bzw. der Renaissance erfahren und ausprobieren. Dieser Sport erfordert Disziplin, Respekt, Höflichkeit und Vertrauen gegenüber dem Anderen. Trainer Kai Hoffmann und seine Mitstreiter aus dem Judo-Club Schiefbahn zeigten ihre Schnelligkeit, Kraft und Fitness. Einige Kinder waren mit Feuereifer und viel Ausdauer dabei und konnten sich kostenlos mit Popcorn stärken.

Über die Präsentation des ortsansässigen Naturschutzbundes, vertreten durch Monica und Jack Sandrock haben sich die Heimatfreunde*innen besonders gefreut. Ein informativer Stand mit der Möglichkeit, Nistkästen und Igelhäuser zusammenzubauen und vieles über die Tiere zu erfahren, fand großen Zulauf. Aus Papier gefaltete Fledermäuse zieren nun die Kinderzimmer.

Im Museum zeigte Iris Schulz-Pellmann wie man auf dem Spinnrad einen gleichmäßigen Faden aus Rohwolle herstellt. Sie hat eine Engelsgeduld und versteht es, die Spindel sicher durch gleichmäßiges Treten in eine schnelle Umdrehung zu versetzen und gleichzeitig durch Zusammendrehen und Ziehen von kurzen Fasern einen stabilen Faden herzustellen. Nicht nur die Kinder schauten ihr interessiert auf Hände und Füße.

Für das leibliche Wohl sorgten die Vereinsmitglieder am Holzkohlen- und auch am Gasgrill, ebenso am Waffelstand und am reichhaltigen Kuchenbüffet. Hier geht ein herzliches Wort des Dankes an die vielen Bäcker*innen, die alle ihren Lieblingskuchen frisch (teilweise am frühen Morgen) gebacken und gestiftet haben.

Immer wieder toll, diese Bereitschaft und Unterstützung zu erfahren. Danke! Ein Jubiläum feierte man mit den „Tuppies“ vom benachbarten Tuppenhof aus Büttgen-Vorst. Sie kamen zum 10. Mal mit ihrem Equipment und ihrem tollem Reibekuchenteig.

Leider konnte Elfi Jankowski das Jubiläum nicht mehr mitfeiern, worüber wir alle sehr traurig sind. Sie war mit Hildegard Leist und Hans Koenen stets verlässlich zur Stelle. Wir verlieren mit ihr eine liebenswürdige patente Heimatfreundin. Bereits zweimal schon war jedoch Gertraud Klöcker eingesprungen – so auch in diesem Jahr.

Elfi war in Gedanken dabei und daher war es wie immer KLASSE! Die Akkordeonspielerin Regina Król aus Anrath unterhielt die Gäste mit einem bunten Mix aus gängigen Ohrwürmern und sorgte für eine gemütliche Atmosphäre auf dem Hof.

Ein herzliches Dankeschön sagen wir allen Sponsoren, insbesondere der Volksbank Willich-Schiefbahn, der Sparkasse Schiefbahn, der Fa. Möhren Brocker und der Spedition Meyer Logistics, allen Helfern vor und hinter den Kulissen, im Vorfeld, am Tag und beim Aufräumen, Spülen und Putzen. Alle haben damit entscheidend zum Gelingen dieses Tages beigetragen.

Dieser 1. Mai wird uns stets an eine lebendige gelebte Gemeinschaft erinnern und an strahlende Gesichter, mal ohne Maske, die die Gerüche, die Geräusche, das bunte Treiben auf dem Museumsgelände genossen haben. DANKESCHÖN!

Was gibt es sonst noch an Terminen?

Alle Termine sehen